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Sand im Getriebe

19/08/2012

Eines Tages ging einfach nichts mehr. Kleine Störungen gehören bei mir zum Computer-Alltag, und die Leute von der Technischen Hilfe haben mir im Laufe der Zeit einige Tricks andressiert, mit deren Hilfe ich mich meistens durchmogeln kann.
Aber diesmal war es anders. Ich konnte das alte Ding nicht einmal mehr anwerfen. Und der Techniker Yariv, der so vielen Kunden aus allen möglichen Patschen hilft, war irgendwo mit der Familie unterwegs und nicht erreichbar. Ich wartete fast eine Woche. Dann kam er, braungebrannt und strahlend – doch auch ihm gehorchte der alte Kasten nicht. Yariv schraubte ihn auf, fragte nach Staublappen und Fön und zeigte mir das Innere: Staub und Asche waren ins Getriebe meines Computers geraten. Yariv wischte und blies alles gründlich aus, setzte es dann wieder zusammen – und siehe, es funktionierte! Also nicht, wie befürchtet, Altersschwäche.

Aber inzwischen war auch Sand in das Getriebe meines Gehirns geraten, nicht nur des Computers wegen – es war wieder mal so eine vertrackte Zeit, da einfach nichts klappen wollte. (Oder war das Altersschwäche?) Der Kleinkrieg mit der Bank einer neuen Kreditkarte wegen dauerte mehr als fünf Wochen und frass viel Zeit und Nervenkraft. Mit dem Abarbeiten einer Liste fälliger Telefonanrufe kam ich auch nicht vorwärts – entweder waren meine Partner irgend wohin verreist, oder ich verpasste die Öffnungszeiten von Büros oder konnte Unterlagen nicht finden. Ein Treffen, von dem ich mir viel versprochen hatte, verlief frustrierend. Alles Kleinzeug, ich weiss, aber es läpperte sich zusammen. Wie heisst es doch schon in Jalkut Schimoni? „Schon ein kleines Hügelchen erscheint einem alten Menschen als hoher Berg“. So ist´s – leider.

Ähnlich ging es mir mit dem Blog, den ich noch vor dem nächsten Eintrag etwas „möblieren“ und nach meinem Gusto einrichten wollte. Stunden über Stunden sass ich da und pröbelte und pröbelte, wurde darüber müde und schaffte doch nichts. WordPress gilt zwar als benutzerfreundlich und verfügt über eine ausführliche Hilfsfunktion. Aber die nützt mir herzlich wenig. da ich ihr Vokabular nicht verstehe. So brachte die ganze Mühe nichts ein als Frust und Ärger. Frust, weil ich die mir selber gestellte Aufgabe nicht lösen konnte, und Ärger über mich, weil ich mich von dem Misslingen so niederdrücken lasse. Nun stehe ich so dumm da wie zuvor, mit einer ganzen Liste von unbeantworteten Fragen; wenn ich zufällig für eine die Lösung finde, tauchen gleich zwei andere auf. Aaach!

– Wie kann ich eine Blogroll erstellen?
– Wie im Text auf ein anderes Blog oder eine Quelle verweisen?
– Wie ein Zitat einsetzen?
– Wie die Grösse eines Bildes meinen Wünschen anpassen?
– Wie Kommentare einsehen und gegebenenfalls löschen, bevor sie öffentlich verfügbar sind?
– Wie Bilder in der Grösse einfügen, die mir passt?
– Wie Leser auf neue Posts aufmerksam machen? Ich habe viel Zeit darauf verwendet, wie die Autoren eines meiner Lieblingsblogs anhand einer Sonderliste von Adressen (Bcc-undisclosed recipients) die Leser jeweils per E-Mail zu verständigen. Mir gelingt es aber nicht, mein Mail en bloc zu senden, war also die ganze Mühe für die Katz? Die mir bekannten Leser einzeln anschreiben ist mir zu mühsam. Gibt es vielleicht einen Trick oder eine ganz andere Lösung?
– Was muss ich tun, damit man von meiner URL(?) zum Blog durchschalten kann? Ich habe es erprobt: Wenn mein Blog auf einer Blogroll steht,oder wenn man bei Google „wusisdus – dusisdus“ eingibt, kann man durchschalten, aber wenn die URL bei einem in einem anderen Blog von mir geschriebenen Kommentar erscheint, geht es nicht.

Tja, unterwegs sein ist gut, aber auf der Stelle treten ist nicht so gut.

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From → Alltag, denk mal

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